13. September 2013 Benjamin Knöfler

Mein Castlecamp: Kommunikationsgeek sucht Webfreaks – Chiffre #cczk13

Es ist nicht ganz klar, ob es die Burg Kaprun ist, die fast märchenhafte Atmosphäre dieses alten Gemäuers oder am Ende eben doch einfach ’nur‘ die abwechslungsreiche Mischung der teilnehmenden Menschen. Fest steht, dass das Castlecamp Kaprun – als Barcamp bei allen E-Touristikern und allgemein bei den deutschsprachigen Webfreaks – auch weit über die Grenzen des Salzburger Landes hinaus einen einmaligen Ruf genießt. 2013, 2012, 2011, 2010, 2009 und 2008 – das ist bisher die beeindruckende Statistik. Sprich, zum sechsten Mal reisten wir als Barcamper nach Kaprun. Dieser Post ist, nach den offiziellen Vor- und Nachberichten für die Presse aus unserem Hause, mein ganz persönlicher Blick zurück auf eine ereignisreiche Unkonferenz, die auch 2014 einen festen Platz in meinem Jahresprogramm haben wird.

Campikette
Wenn wir über das Castlecamp als relevantes Branchentreffen sprechen (erwähnt sei hier auch das deutsche Pendant Tourismuscamp Eichstätt), müssen erst einmal Unterschiede aufgezeigt werden. Für mich bietet sich hier die Möglichkeit zum Ausbruch aus dem normalen Konferenzalltag. Der feine Zwirn bleibt getrost daheim; dafür werden vielleicht im nächsten Jahr endlich die Wanderschuhe angezogen (Stichwort: Outdoor-Session meiner lieben Kollegin Steffi). Statt Schlips sind Flipflops welcome und wer einfach mit der Masse mitschwimmen will, packt Jeans, Poloshirt und Turnschuhe in die Tasche.

Ein herzliches Willkommen im Castlecamp Partnerhotel - Active by Leitner's Social Media Monitoring Session im großen Saal

‚Das einzig Beständige ist der Wandel‘, sagt man. In der Kommunikation habe ich aber auch gelernt, dass absolute Verbindlichkeit im Prozess, sprich Kontinuität, das verlässlichste Erfolgspatent für Projekte ist. Am Castlecamp darf man also meiner Meinung nach ruhig zu schätzen wissen, dass mehr als 60 Prozent der Teilnehmer wiederkehren – über Berlin mit bereits zehn Monaten zuvor gebuchten Tickets eingeflogen oder klassisch mit dem Auto stundenlang bis in den Pinzgau hinaufgefahren. Diese hohe Quote von langjährigen ‚Dauerstartern‘ sollte Neueinsteiger übrigens keinesfalls schrecken, denn die ‚Familie‘ nimmt sie herzlich in ihren Kreis auf und sichert so immer frische Themen, Ansichten und Blickwinkel für die Sessions.

Alte Bekannte, neue Gesichter
Erfolge, Spinnereien, Geschäftsideen: Ich will noch einmal auf das Wort Verbindlichkeit eingehen, das mir nicht nur persönlich wichtig ist, sondern für mich dieses Barcamp, dieses Branchentreffen auch kennzeichnet wie kein zweites. Man kennt sich, man mag sich, man schätzt das Know-how und die Erfahrung der anderen Teilnehmer. Daraus entstehen nicht nur gemeinsame neue Projekte und Verbindungen, sondern dieser Expertenkreis stellt auch einen wertvollen Think-Tank dar für alle, die im und mit dem Internet arbeiten. Besonders eindrucksvoll zeigt sich das, wenn mal schnell eine Session für den Eigenbedarf geplant wird. So durfte ich in diesem Jahr nach kritischem Feedback zu einem geplanten Rebranding die Stellschrauben neu justieren. Auch ein Eigenprojekt unter Beteiligung von Partnern aus Deutschland und Australien zur ‚interaktiven Besuchersteuerung‘ hat neuen Input erfahren und vielleicht sogar weitere Unterstützer gewonnen. Mit Patrick hab ich darüber hinaus ganz off-topic einen Publishing-Spezialisten (wieder) gefunden, der innerhalb weniger Stunden technische Hürden überwunden und damit einem tollen Konzept den Weg geebnet hat.

Session im BurghofMuse 2.0 "malt" schnell ein neues Website-Konzept

Besonders gut gefallen hat mir die Session zum ‚Newsletter-Marketing‘ von Neucamper Jaro. Auch er hat sich in diesem Kreis Input für seine Arbeit geholt. Die Aussendung seines Arbeitgebers, das Cavallino Bianco Family Spa Grand Hotel, glänzt zwar mit guten Öffnungs- und Buchungszahlen, aber schließlich gibt es immer noch ein paar Kniffe, um Reichweite und Effizienz einer E-Marketing-Kampagne zu verbessern. Als ebenfalls gut und wertvoll empfand ich eine Session zum Thema ‚Monitoring‘. Hier hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass selbst große Player weit hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Zudem besteht insbesondere im Beratungsumfeld noch viel Nachholbedarf in Form von Erfolgs- und Trendkontrolle. Ein Monitoring zum Thema Castlecamp von Anbieter toocan läuft. Ein paar Folien zum Thema von Claudia finden sich auf Slideshare…

Rückblicke zum #cczk13 gibt’s zum Beispiel bei Steffi vom Gifpelglück, die am Wochenende die ‚Work-Hike-Balance‘ erfunden hat. Benjamin schreibt auf spektrum vom Castlecamp Kaprun als ‚must-visit‘ und qualitywork hat nach eigener Aussage mitdiskutiert, sich weitergebildet und persönliche Erfahrungen mit eingebracht. Außerdem äußert sich Stephanie sehr positiv über das Event (‚anfängliche Bedenken sind schnell verflogen‘); Michael hat sich vorgenommen, beim nächsten Camp eine Session zu halten; aber auch kritischere Stimmen werden laut – ‚der Tourismus-Sektor ist wesentlich weiter gefasst‘ – beispielsweise die von Christoph. Die offizielle Live-Reportage zum Camp von Fachjournalist Günter Excel findet sich unter http://www.j.mp/cczk13-tag1 und hier http://www.j.mp/cczk12-tag2.

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