Sport: Was holt euch von der Couch?

Sport bewegt, erdet, verbindet, macht gute Laune, sorgt für Erfolgserlebnisse: Jedem, ob Freizeitläufer oder Profihandballer, fallen mit Sicherheit eine Vielzahl an Gründen ein, weshalb er oder sie sportlich aktiv ist. Um Motivation ging es schon in einem unserer vergangenen Blogposts, in welchem unter anderem ein Londoner Marathonläufer im Fokus stand, der am Renntag in ein elf Kilogramm schweres Nashornkostüm schlüpft.

In Cannes räumte die Produktion ‘Meet The Superhumans‘ von 4 Creative London in der Kategorie ‘Film Craft’ den Grand Prix ab. Dem Promotion-Film des britischen TV-Senders Channel 4 zu den Paralympics 2012 in London wurde jetzt eine emotionale Nachfolgerkampagne zur Seite gestellt: In dem einminütigen Schwarz-Weiß-Clip ‘Return of the Superhumans’ verrät uns die Rugby-Spielerin, Hammer- und Diskuswerferin Josie Pearson die treibende Kraft hinter ihrem Erfolg: ‘World records don’t last forever‘.

Auch wenn die Topathletin ihre Goldmedaille im Diskus F51 von den Paralympics 2012 in London behalten darf, weiß sie, dass die Konkurrenz nicht schläft.  Bei den diesjährigen IPC-Weltmeisterschaften im Juli In Lyon verbesserte sie ihre Weite von 6,58 Metern noch einmal um 51 Zentimeter! Ein eindrucksvoller Beweis ihrer Leistung und ungebrochenen Motivation. Um Weltrekorde mag es bei unsereinem zwar nicht gehen, aber gerade wenn man gegen sich selbst kämpft, wiegen Siege besonders schwer. Dieser Meinung war Nike auch und inszenierte eine gefühlsbetonte Gegenkampagne ‘Find Your Greatness’ mit dem Schwerpunkt Breitensport im Olympia-Jahr.

Ganz klar: Motivation hat viele Gesichter! Und die Vorbilder müssen nicht unbedingt immer mit Gold dekoriert sein. Ein eindrucksvolles Beispiel für Durchhaltevermögen auch unter widrigen Umständen ist Julia Chase: Vor 50 Jahren, als Mädchen ermutigt wurden, sich im Sticken und Kochen zu profilieren und nicht, die Laufschuhe zu schnüren und querfeldein zu rennen, meldete sich die damals 18-Jährige zum Manchester Road Race über 4,748 Meilen (7,641 km). Während die Organisatoren sie unter Berufung auf die Regeln der Amateur Athletic Union 1960 noch von der Teilnahme ausschließen konnten, war es neben der öffentlichen Berichterstattung nicht zuletzt Chase’ Beharrlichkeit, die sie im Folgejahr erneut an die Startlinie und erfolgreich ins Ziel brachte. Was motiviert eine Pionierin des Laufsportes auch mit über 70 noch in die Trainingskleidung zu schlüpfen? Das Gefühl beim Laufen der Schwerkraft zu entfliehen! Definitiv kein schlechter Grund! Danke Julia!

Was motiviert euch? Lasst uns eure Gründe in den Kommentaren wissen!

 

Im Angesicht des Schweißes: unser Team auf Laufmission beim 6. Römerlauf in Obernburg

Die Teilnahme am Obernburger Römerlauf ist für unser Team mittlerweile Tradition. Und obwohl nach jedem Lauf der Entschluss gefasst wird, nun weiterhin gemeinsam etwas für die körperliche Fitness zu tun, wird ganz pünktlich am Montag danach auf Ruhemodus heruntergeschaltet – so auch in diesem Jahr. Natürlich darf unsere lauferprobte

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Endomondo-App analysiert Trainingsverhalten für verschiedene Sportarten

Wenn wir nicht zusammen beim Teamtraining für den Römerlauf schwitzen, muss jeder seine Runden alleine meistern. Wie schwer es hierbei ist, den eigenen Schweinehund zu bezwingen, ist allgemein bestens bekannt. Ich habe in der Endomondo-App eine geniale Möglichkeit gefunden, meinen unbeliebten Laufbremser zu demontieren. Die Software speichert meine Laufzeiten und liefert mir ausführliche Statistiken, wodurch sie mich motiviert, meine bisherigen Rekorde zu unterbieten. Klingt einfach und funktioniert bestens auf ganzer Linie!

Endomondo ist ein kostenloses Programm, das Nutzer in den jeweiligen App-Stores ihrer Smartphones erhalten. Die umfassende Anwendung zeichnet über GPS zurückgelegte Strecken und Steigungen auf und ist daher besonders für Sportler, die längere Routen planen, sehr zu empfehlen. Hierbei misst die Software aber auch Geschwindigkeit, den Puls und zeigt darüber hinaus verbrannte Kalorien an. Ob Joggen, Radsport oder  Skifahren: Die App erkennt über 30 verschiedene Sportarten und bietet so die ideale Möglichkeit, das eigene Training zu analysieren.

Von Apps, Intervallen und Hefeweizen: ein Training mit knoefler-journalist

Erfolgserlebnisse, wo man auch hinschaut! Praktisch täglich kommt einer der Kollegen ins Büro und verkündet energiegeladen: ‘Ich war heut schon laufen und könnte Bäume ausreißen!’ Team knoefler-journalist macht Kilometer. Und die Technophilen unter uns haben sogar die ein oder andere App auf dem iPhone, die präzise über den Trainingsfortschritt Aufschluss gibt. Während Anastasija mit Endomondo und Polar-Pulsuhr unterwegs ist, dokumentieren Henning und Ben jeden gelaufenen Kilometer gewissenhaft auf iMapMyRun.

Da ich eine ausgeprägte Technikallergie habe, geht so Gedöns ja gar nicht an mich. Meine Abenteuer mit meiner Pulsuhr habe ich ja schon vor längerem beschrieben und auf dem gleichen Freundschaftsstand sind wir bis heute. Wenn es um Kilometerzeiten geht, muss der Durchschnitt reichen oder ich verlasse mich auf den Forerunner an Marios Handgelenk, auch wenn beide schon längst im Ziel sind, wenn ich mir noch einen auf der Bahn abkasper – so geschehen auch bei unserem Montagstraining.

Um unsere Erfolge gemeinsam feiern zu können, treffen wir uns erneut zum Teamtraining mit anschließendem Carbo Loading. Vergangenen Montag stand nach drei Kilometern einlaufen und einigen Runden Lauf-ABC mit Kniehebern, Anfersen und Wechselsprüngen die Überprüfung des Leistungsstandes in Form eines 1000-Meter-Tests an. Dieses Mal blühen dem Team knoefler-journalist 4×400-Meter-Intervalle mit 200 Metern Geh- oder Trabpausen. Die schnelleren laufen so lange bis der/die langsamsten Läufer/-innen auch die vorgegebenen viermal 400 Meter geschafft haben. Das Ziel ist die Gemeinsamkeit und den Teamgeist zu stärken und die Leistung aller zu unterstützen. Und nach getaner Arbeit dürfen wir uns zum einen über die wohlige Müdigkeit in den Beinen und zum anderen über das Hefeweizen im Biergarten freuen. Hach, wär’s doch schon Montag!

Mit jedem Schritt gegen HIV/AIDS – Lace Up Save Lives

Auch wenn die Voranmeldung zum Römerlauf 2011 noch in weiter Ferne liegt, gilt für unser Team natürlich der adaptierte Slogan ‘Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf’. So steht unter der Woche selbstverständlich der eine oder anderer Trainingslauf an. Und was ist der beste Freund des Läufers? Klar, der perfekte Schuh. Bei mir stehen aktuell vier Paar (frau braucht schließlich Auswahl) im Regal – neben Regenschuh, Alltags- und Wettkampfschuh auch der Lieblingsschuh! Seit Kurzem sieht man letzterem seine besondere Stellung auch an, denn er hat eine Auszeichnung bekommen! Keine Medaille, aber eine rote Schleife.

Entdeckt habe ich die roten Schnürsenkel im Sportgeschäft. Seit Ende vergangenen Jahres spendet Nike im Rahmen seiner (NIKE)RED- Kampagne unter dem Slogan ‘Lace Up Save Lives’ den Erlös aus dem Verkauf an HIV/AIDS-Programme wie den Global Fund und Grassroots Soccer in Afrika. Ein guter Ansatz wie ich finde und allein die Hoffnung, dass eine solche Aktion mal wieder den Handlungsbedarf beim Kampf gegen HIV/AIDS und in Sachen Aufklärungsarbeit nicht nur in Afrika sondern weltweit betont, war mir der Kauf definitiv wert.

Dass auch in Deutschland nach der Aufklärungswelle in den 1990ern eine Art ‘Aufklärungsverdrossenheit’ eingesetzt hat, belegt ein Bericht des Robert-Koch-Institutes, dem nach die Anzahl der HIV-Neudiagnosen seit 2004 wieder zunimmt. In den ersten acht Monaten des Jahres 2005 steckten sich beispielsweise 20 Prozent mehr Menschen mit dem HI-Virus an, als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Seit 2007 stagniert die Zahl der Neudiagnosen auf einem relativ hohen Niveau im Vergleich zu 2000. Daher trägt Team knoefler-journalist seinen Red Ribbon am Schuh. Machen Sie mit und ‘Lace Up to Save Lives’!

In der Teamwertung nur knapp den Marathon-Weltrekord verfehlt…

Was ist das: Regen, einstellige Gradzahlen und Verkehrschaos? Kann sich eigentlich nur um einen Feiertag handeln. Nachdem sich Christi Himmelfahrt strikt an dieses Muster gehalten hatte, blieb nur, für den Römerlauf fest die Daumen zu drücken, damit Team knoefler-journalist trocken ins Ziel kommt und für diese herausragende Leistung mit ein paar Sonnenstrahlen belohnt wird. Und was soll ich sagen? Es hat geholfen!

Der Himmel über Obernburg kleidete sich in schönstes bayerisches Blau-Weiß und die Zuschauer, Bands und Cheerleader am Streckenrand sorgten wie jedes Jahr für eine einmalige Stimmung. Als der Startschuss zum 5-Kilometer-Jedermann-Lauf um 11:30 Uhr fiel, begann für rund 400 Läufer das Rennen gegen die Uhr. Doch mal ehrlich: Wer möchte bei einer derartig beeindruckenden Kulisse schon schnell von der Strecke? Insgesamt ließen wir uns daher zwei Stunden und 13 Minuten Zeit, um die Fachwerkhäuser, das Kopfsteinpflaster und die Mainauen auf uns wirken zu lassen ;-)

Zur anschließenden Stärkung sind wir dorthin gegangen, wo die richtig guten Sportler hierzulande nun einmal speisen: in die Sports Bar des Handballleistungszentrums Großwallstadt. Hier sind wir, bei der strategischen Analyse des Laufes, auch endlich zur Hochform aufgelaufen. Tipps für ‘den Tag danach’ wurden getauscht und ein anschließender leichter Spaziergang durch Obernburgs Wald und Wiesen sollte dem Muskelkater vorbeugen. Betrachtet man heute den ein oder anderen beim Treppensteigen, bleibt die Erkenntnis, dass das aber wohl nicht viel geholfen hat.

Kritik muss erlaubt sein und so wollen wir an dieser Stelle sagen, dass es uns gar nicht gefällt, wie die Zeiten gestoppt wurden. Um dem Andrang an der Startlinie zu entgehen, starteten wir im hinteren Drittel der Läufer. Dadurch ging uns aber mindestens eine halbe Minute flöten, weil die Zeit ab dem Startschuss und nicht erst ab Überqueren der Startlinie genommen wurde. Unser Ego schreit hier nach Gerechtigkeit und Verbesserung für das nächste Jahr! Denn eigentlich sind wir ja viel schneller! Für die Teambilder hätte man eine schönere Kulisse wählen können und ein Versand per E-Mail sollte einen IT-Fachmann eigentlich nicht überfordern – meinen wir!

Nichtsdestotrotz haben wir uns für das nächste Jahr den 5. Juni bereits im Kalender vorgemerkt. Auch der 6. Römerlauf findet sicher nicht ohne uns statt. Besonderer Dank gilt unserem vierten Läufer, der uns den Start als Team ermöglicht hat: Thorsten, wir würden Dich gerne adoptieren und drücken Dir und Deinem Team für den J.P. Morgan Chase alle Daumen!!!

Rang Name Zeit Startnummer
112 Eva 25:32,0 3273
276 Stevie 31:13,5 3289
345 Ben 34:41,2 3156
374 Thorsten 42:02,0 3047

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O, Maria hilf!

Bei uns daheim im Taunus lässt sich immer anhand der Höhe des Kirchturms und der mehr oder weniger opulenten Architektur des Gotteshauses ablesen, ob die Gemeinde nun hauptsächlich evangelisch oder katholisch ist. In südlicheren Gefilden stellt sich die Frage nach der Konfession immer seltener: Weihwasserschälchen und Gotteswinkel im Haus sowie Gebetsstöcke und Kreuze am Wegesrand geben sofort eine Antwort. Und erst kürzlich beim langen Lauf über Schweinheimer Felder, Wiesen und Flure sprach mir eine solche Reminiszenz an die in Franken vorherrschende Konfession aus tiefstem Herzen: